EMPLOYER BRANDING IM RECRUITING

Employer Branding – Digitalisierung und Erlebnis sind gefragt!

In den Personalabteilungen hat man zurzeit mit vielen Herausforderungen zu kämpfen: die demographischen Änderungen, der Paradigmenwechsel vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt, Wertewandel durch die Generation Y und die technologischen Entwicklungen – all diese Themen sind wahrscheinlich Bücher füllend. Aus diesem Grund soll sich dieser Beitrag speziell mit dem Thema Employer Branding beschäftigen. Employer Branding, also Maßnahmen die die Arbeitgeberattraktivität steigern, sind heute so wichtig wie nie zuvor.  

Wie sieht das Employer Branding von heute aus?

  Um diese Frage zu beantworten, sollte man sich die Entwicklung der Arbeitgeberkommunikation etwas bewusster machen.   Vor dem Aufkommen der Karriere-Netzwerke, aber insbesondere vor Social Media, haben Arbeitgeber in erster Linie über sich erzählt. Dies geschah über Broschüren oder Printanzeigen. Mangels Technologie war diese einseitige Kommunikation gar nicht so einfach zu überwinden.   Mit der rasanten Entwicklung der sozialen Medien ergeben sich auch bei der Arbeitgeberkommunikation ganz neue Möglichkeiten. Von der einseitigen Kommunikation kann zu einem Dialog mit potenziellen Arbeitnehmern übergegangen werden, was allerdings noch viele Unternehmen scheuen oder aber noch nicht erkannt haben.   Und dem nicht genug, die Entwicklung stoppt nicht, im Jahr 2016 ist „mobile“ das neue Schlagwort, das gleichzeitig für ein Unternehmen weitere Herausforderungen bedeutet.   Talentcube hat im folgenden fünf Entwicklungen zusammengefasst, die das Employer Branding zukünftig beeinflussen werden.  

Digitalisierung einsetzen

Heutzutage müssen Arbeitgeber, vor allem dessen Recruiter, ein grundlegendes Verständnis für die technischen Möglichkeiten moderner Bewerbungsprozesse haben. Nutzen Sie neue Recruiting-Tools um es nicht nur Ihren Bewerbern einfacher zu machen, sondern auch um selber zu profitieren. Natürlich gibt es mittlerweile eine Fülle an Tools, wovon nicht alle genutzt werden können und sollten, aber viele Anwendungen können Ihre Arbeit maßgeblich erleichtern. Angefangen von intelligenten Matching-Algorithmen über mobile Bewerbungs-Apps bis hin zu Video-Interview-Tools, die ihr Recruiting vereinfachen.  

Social Media & Mobile Recruiting

Besonders die Generation Y & Z nutzen bereits heute zur Jobsuche ihr Smartphone und sind vorzugsweise in sozialen Netzwerken anzutreffen. Wenn auch Ihre Unternehmenspräsenz auf Facebook, XING oder LinkedIn authentisch, emotional und persönlich kommuniziert wird, kann diese Bewerberzielgruppe überzeugend angesprochen werden. Wichtig ist, dass Social Media kein Werbekanal ist, sondern vom Dialog lebt. Daher ist zeitnahes Reagieren äußerst wichtig. Da viele Bewerber fast nur noch mobil ins Netz gehen, sind die meisten von ihnen immer und überall online – und erwarten das auch von Unternehmen. Gut optimierte Karriereseiten Ihres Unternehmens und ein aktiver Austausch mit den Bewerber sind aus diesem Grund unerlässlich.  

Sozialkompetenz

Durch den eingangs genannten Paradigmenwechsel müssen Unternehmen Bewerbern noch authentischer auf Augenhöhe begegnen. Von daher sollten Sie die Erwartungshaltung und Bedürfnisse verschiedener Generationen und Bewerberzielgruppen kennen. Die Aufgabe der modernen Personalabteilungen ist es, als „Dolmetscher“ zwischen dem Bewerber und der Fachabteilung aufzutreten.  

Geschäftsverständnis

Personaler sollten ein gutes Verständnis der Unternehmensstrategie haben und diese Bewerbern verständlich erklären und diese gegebenenfalls davon überzeugen können.  

Candidate Experience

Auch im Recruiting ist es enorm wichtig den Kandidaten während des gesamten Bewerbungsprozesses zu begeistern, um ihn vom Unternehmen zu überzeugen und nicht während des Prozesses zu verlieren. Hierzu haben Sie die unterschiedlichsten Möglichkeiten, angefangen von einer ansprechenden Jobseite, bis hin zu einem einfachen und überschaubaren Bewerbungsprozess. Sie glauben gar nicht wie positiv ein Bewerber einen persönlichen Ansprechpartner auf der Stellenanzeige wahrnimmt. Holen Sie die Kandidaten ab, wenn sie Fragen haben. Nutzen Sie mediale Inhalte wie Bilder und Videos um das Team und die Arbeitsumgebung vorzustellen. Außerdem sollten komplizierte und aufwändige Bewerbungsformulare vermieden werden, beschränken Sie sich auf die wichtigsten Informationen die Sie von Ihren Bewerbern benötigen. Sie werden sehen bereits mit wenigen Optimierungen können Sie Ihr Außenbild und somit Ihr Employer Branding verbessern und Bewerber so begeistern, dass dies ihre positiven Erfahrungen auch im Freundes- und Bekanntenkreis teilen.  

Fazit

Zusammenfassend kann man also sagen, im heutigen Personalmarketing ist es wichtig, ein Erlebnis für den Jobsuchenden während des Bewerbungsprozesses zu schaffen. Dies gelingt am besten auf dem digitalen Weg.  

Nicht alles selbst machen wollen – Hilfe annehmen

Die Entwicklung im Employer Branding mit Themen wie Talent- bzw. Candidate Experience ist derart dynamisch und komplex, dass man mit der alten Idee, alles selbst machen zu wollen, in der Regel nicht allzu weit kommt. Das Betreiben von diversen Plattformen (Print, Website, Social Media, Mobile…) bis hin zu Matchingalgorithmen und der Individualisierung von Personalmarketing- und Recruitingprozessen kann nur dann gewährleistet werden, wenn Spezialabteilungen vorhanden sind. Das können sich Konzerne erlauben, aber die meisten Mittelständler und Kleinunternehmen sind dazu nicht in der Lage. Aus diesem Grund sollten Sie sich einen Überblick über die Fülle an Recruiting-Tool-Anbietern verschaffen und selber entscheiden welches Tool für Ihr Unternehmen und Ihre spezifischen Anforderungen am besten geeignet ist.