Erfolgreiches Recruiting dank wertschätzender Bewerberkommunikation – 3 plus 5 Bonus- Tipps

Die Digitalisierung wirbelt die Unternehmenslandschaft mit unaufhaltsamer Geschwindigkeit auf und wütet wie ein Orkan in den verschiedensten Branchen. Derzeit ist dies besonders im Automobilbereich, bei den Finanzdienstleistungen oder der Modebranche festzustellen. Noch stehen starre interne Prozesse einer hohen äußeren Dynamik gegenüber.

Das macht es erforderlich, dass Unternehmen sich nicht mehr länger zu großen Teilen mit sich selbst beschäftigen. Es ist notwendig, dass Sie schnellstens damit starten Lösungen zu entwickeln, die sich am Kunden orientieren und diesen das Leben erleichtern. Dafür werden Menschen gebraucht, die eigenverantwortlich und selbstorganisiert handeln, um das Unbekannte bewältigen zu können. Diese Teammitglieder legen Wert auf eine authentische und wertschätzende Kommunikation. Diese sollte bereits bei der Bewerberkommunikation beginnen.


Ein Paradigma wandelt sich

Im Zuge dieser Veränderungen und des demografischen Wandels, wandelt sich auch ein Paradigma. Nicht mehr die Unternehmen wählen aus, wen sie einstellen möchten, sondern der Bewerber prüft das Unternehmen und entscheidet. Bei ihm liegt inzwischen die Entscheidungsmacht. Damit beurteilt er den Recruitingprozess und vor allem auch die Kommunikation. Anhand dessen entscheidet er, ob er bei einem Unternehmen an Bord geht oder eben auch nicht. Die Art und Weise der Bewerberkommunikation über die gesamte Zeit der Candidate Journey ist dabei entscheidend.


Mind-Set als Voraussetzung für eine wertschätzenden Bewerberkommunikation – 3 Tipps

Bevor eine auf Wertschätzung und Transparenz basierende Bewerberkommunikation entstehen kann, benötigen alle am Recrutingprozess beteiligten Personen ein entsprechendes Mind-Set. Dieses sollte den neuen Rahmenbedingungen entsprechen und auf folgenden Aspekten basieren:

  1. Betrachten Sie jeden einzelnen Kandidaten als eine besondere individuelle Person. Eine Person, die mit speziellen Bedürfnissen, aber auch mit besonderen Kompetenzen ausgestattet ist. Diese Person leistet vielleicht schon bald wertvolle Beiträge für das Unternehmen.

  2. Nehmen Sie die Perspektive des Kandidaten ein. Dieser möchte eine zeitnahe Antwort auf seine Fragen und einen persönlichen Ansprechpartner. Dieser sollte ihn zeitnah über die nächsten Schritte im Rahmen des Recruiting auf dem Laufenden hält.

  3. Bringen Sie den Kandidaten möglichst früh in Kontakt mit dem Team, in dem er einmal arbeiten soll. Die fachliche Passung ist eine Sache, doch viel wichtiger ist es, ob auch die zwischenmenschliche Seite stimmt. Erst danach kann der Kandidat in toto ermessen, ob die anstehenden Aufgaben für ihn Sinn machen und ob auch eine Übereinstimmung im Werteverständnis besteht.


Mind-Set


Wenn dieses neue Mind-Set Einzug im Recruiting und in der Folge in der gesamten Organisation gehalten hat, wird es leichter eine wertschätzende Bewerberkommunikation zu etablieren. Beide Faktoren werden sich zudem potenzieren. Sie tragen wesentlich dazu bei, die Organisation in einen Ort zu verwandeln, an dem Menschen gerne zusammenkommen, um gemeinsam an neuen Lösungen für Kunden zu arbeiten. Lösungen, die das Leben der Kunden einfacher machen.


Doch wie sieht nun die wertschätzende Bewerberkommunikation aus? Die 5 Bonus-Tipps


Bonus-Tipp 1

Wählen Sie eine persönliche, lockere, freundliche, positiv formulierte, aber keine flapsige Sprache, die zur Organisation passt. Dazu ein kleines Beispiel. Stellen Sie sich vor, Sie bitten einen Kandidaten im Rahmen des Recruiting eine kurze Präsentation zu einem von ihm gewählten Thema, was in Verbindung mit seiner zukünftigen Aufgabe steht, zu halten. Online oder Offline – ist dabei unerheblich. Nehmen wir weiterhin an die Präsentation hat Ihnen gefallen. Sie könnten nun sagen: „Ihre Präsentation war sehr schön oder gar hervorragend“. Sie könnten aber auch folgendes sagen: „Ihre Präsentation war klar und überzeugend. Dadurch habe ich neue Erkenntnisse gewonnen. Danke dafür“. Lassen Sie die Botschaften auf sich wirken. Was lösen diese in Ihnen jeweils aus? Stellen Sie den Unterschied fest?

Setzen Sie dort, wo es Sinn macht auch Bilder und Videos aus dem echten Arbeitsalltag ein. Das wirkt sympathisch und gewährt Transparenz in relevante Bereiche.


Bonus-Tipp 2

Sollten Sie mit dem Kandidaten vor Ort, am Telefon oder per Video in Kontakt stehen trennen Sie Beobachtungen von Bewertungen. Wir sind schnell im Interpretieren, Urteilen und Bewerten. Wenn Sie dem Kandidaten jedoch Ihre volle Aufmerksamkeit schenken, können neue Perspektiven und in Folge neue Denkansätze entstehen, die Sie bisher evtl. noch gar nicht in Betracht gezogen haben. Das urteilsfreie Zuhören stellt auch einen Teil der wertschätzenden Bewerberkommunikation dar.


Bonus-Tipp 3

Auch im beruflichen Kontext sind wir mit unseren Gefühlen konfrontiert. Wir äußern diese zwar meistens nicht direkt, doch ihren Einfluss auf unser Verhalten können wir nicht abstellen. Deshalb ist es auch in der Bewerberkommunikation wichtig eigene Gefühle wahrzunehmen, aber die Verantwortung dafür bei sich zu lassen. Der Auslöser mag eine andere Person sein, doch der Grund liegt in der Vergangenheit der jeweiligen Person begründet.


Gefühle


Bonus-Tipp 4

Der Kern jeder wertschätzenden Bewerberkommunikation sind die Bedürfnisse des Kandidaten. Identifizieren Sie diese mit entsprechenden Fragen. Erkundigen Sie sich, was dem Interessenten wirklich wichtig an seiner neuen beruflichen Tätigkeit ist. Wofür er sich engagieren möchte? Weshalb er unbedingt bei Ihnen arbeiten möchte? Diese Fragen bringen Ihr Gegenüber dazu sich selbst zu reflektieren. Sie zeigen ihm darüber hinaus auf, dass Sie an ihm als Mensch und Teammitglied wirklich interessiert sind. Damit bringen Sie Ihre unmittelbare Wertschätzung direkt zum Ausdruck.


Bonus-Tipp 5

Sind Ihnen in der bisherigen Kommunikation Unstimmigkeiten in den Erwartungshaltungen und störende unterschiedliche Sichtweisen aufgefallen, sprechen Sie diese offen und ehrlich an. Bitten Sie den Bewerber noch einmal in Ruhe darüber nachzudenken. Stellen Sie ihm frei, sich endgültig für oder auch gegen die vakante Position in ihrem Unternehmen zu entscheiden. Denn er wird anschließend den größten Teil seiner Zeit in der Organisation verbringen. Idealerweise kommen beide Seiten zum gleichen Ergebnis. Sollte dies nicht der Fall sein oder haben Sie deutliche Bedenken hinsichtlich der Passung, dann legen Sie nach Möglichkeit den Bereich offen, der Sie bzw. das Team zu einer Absage bewogen hat.

Fazit

In den Unternehmen und in HR-Departments weht ein scharfer Wind. „Digitalisierung“ und „Fachkräftemangel“ sorgen für einen immer härteren Kampf um Mitarbeiter und junge Talente. Das hat zur Folge, dass Bewerber heute entscheiden, wo sie tätig werden wollen. Damit verändert sich auch den Stellenwert der Bewerberkommunikation. Sie ist ein häufig unterschätztes Instrument, um kompetente Bewerber vom eigenen Unternehmen als Arbeitgeber zu überzeugen, nach dem Motto: Der Kandidat ist Kunde – und der ist König.

Je besser die Bewerberkommunikation desto besser auch die Candidate Experience. Und je besser die Candidate Experience, desto besser das Arbeitgeberimage und die Bewertungen im Netz, die wiederum die Wahrnehmung der Arbeitgebermarke prägen. Jeder Bewerber möchte als Individuum wahrgenommen-, und wertgeschätzt werden. Aus diesem Grunde ist es wichtig ein entsprechendes Mind-Set im Unternehmen zu entwickeln und dauerhaft eine wertschätzende Bewerberkommunikation bei allen Touchpoints im Rahmen der Candidate Journey zu installieren.

Im Kampf um die besten Teammitglieder müssen Unternehmen mit der Zeit gehen, um attraktiv zu sein – auch und gerade in der Bewerberkommunikation.

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