MOBILE RECRUITING – WIE SIE SCHNELL, TRANSPARENT UND EFFIZIENT BEWERBER ANSPRECHEN

Technologisierung und Professionalisierung, Analyse und Interpretation von HR Daten, Mobile First sowie Real Time Engagement im Recruiting sind die eindeutigen Zeichen für die massiven Veränderungen bei der Suche und Gewinnung von neuen Mitarbeitern.

Gefühlt „gestern“ haben Unternehmen noch die Ausschreibung für eine vakante Position auf der eigenen Homepage platziert und auf einem der bekannten Stellenportale positioniert. „Heute“ hingegen geht ohne Active Sourcing und Mobile Recruiting gar nichts mehr. Darauf sollten sich Unternehmen einstellen, wenn sie auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind.

„Dreh- und Angelpunkte“ einer zeitgemäßen Mitarbeitergewinnung mittels Mobile Recruiting sind mobile Endgeräte. „Mobile Recruiting“ bezeichnet die Nutzung mobiler Endgeräte für die Personalbeschaffung – sowohl auf Kandidaten- als auch auf Recruiterseite. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Smartphone zu.

Mittlerweile ist nahezu alles und v. a. in jeder Lebenslage per Smartphone möglich: Taxi bestellen, Lebensmittel einkaufen, Flug buchen, Finanzen checken etc.. Apps vereinfachen schlichtweg unser Leben. So nutzen laut Statista 74% der 25 bis 28-Jährigen und bereits 80% der 18 bis 24-Jährigen ihr Smartphone zu Jobsuche.

7 Fakten, warum Mobile Recruiting immer wichtiger wird

Mobile Recruiting ist sowohl für Unternehmen als auch für Kandidaten ein Gewinn.

  • 8 von 10 der Top-1.000-Unternehmen und sogar 100 Prozent an der jüngsten Mobile-Recruiting Erhebung der Uni Bamberg teilnehmenden IT-Unternehmen denken, dass Mobile Recruiting immer wichtiger wird.
  • 66 Prozent der Menschen besitzen ein Smartphone (Quelle: W&V)
  • 44 Prozent der Kandidaten sind der Meinung, dass eine mobile Bewerbung zeitsparender und effizienter ist (Quelle: Centre of Human Resources Information Systems)
  • Der Anteil der Kandidaten, die das Smartphone zur Stellensuche und Bewerbung von zuhause und unterwegs aus nutzen, hat sich in den vergangenen drei Jahren verdoppelt (Quelle: Centre of Human Resources Information Systems)
  • 50 Prozent der Bewerber sind genervt davon ein Anschreiben verfassen zu müssen (Quelle: Indeed)
  • 94 Prozent der HR-Verantwortlichen erachten einen Lebenslauf für nützlich (Quelle: Indeed)
  • 66 Prozent der Stellensuchenden würden sich mobil bewerben, wenn dies möglich wäre (Quelle: Indeed)

Wie funktioniert Mobile Recruiting?

Für Mobile Recruiting gibt es unterschiedliche Möglichkeiten des Einsatzes.

So kann ein QR-Code auf einer Ausschreibung platziert werden. Diesen Code scannt der Bewerber. Er kann damit direkt via Smartphone seine Bewerbung erstellen und versenden. Auch der Einsatz über den Versand eines E-Mail-Links an Interessenten, die z. B. über Active Sourcing ermittelt wurden, ist möglich.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass sich der Stellensuchende eine Mobil Recruiting App aus dem Appstore auf sein Smartphone lädt. Mittels dieser ist es ihm möglich kurze Videosequenzen anhand ausgewählter und vorgeschlagener Fragen zu drehen. Unternehmen erhalten damit sofort und unmittelbar einen persönlichen Eindruck des Bewerbers. Die Videos werden mit dem Lebenslauf des Kandidaten versehen. Diesen kann der Kandidat entweder selbst einpflegen oder sein Xing- bzw. LinkedIn Profil mitsenden. So ist es möglich, dass sich ein Kandidat auch eine Initiativbewerbung erstellen kann.

Der mobile Bewerbungsprozess

5 Vorteile von Mobile Recruiting

  • Zunahme an Schnelligkeit und Effizienz – Potentielle Kandidaten können wesentlich schneller reagierten. Dies ist dadurch möglich, dass nicht nur die Ansprache und Suche, sondern auch die Bewerbung selbst von unterwegs möglich sind
  • Hürde zur Bewerbung wird geringer – Bisher müssten sich Bewerber durch undurchsichtige Bewerbungsplattformen klicken. Sie wussten nie, wie umfangreich ihre Attachments jeweils sein durften. Dank Mobile Recruiting sind sie nun nur noch wenige Klicks vom Versand der Bewerbung entfernt
  • Einfache und direkte Kontaktaufnahme – Die gegenseitige Kontaktaufnahme zwischen Kandidat und Unternehmen wird unkompliziert und vor allem transparent. Der Bewerber kennt nicht nur seinen direkten Ansprechpartner, sondern er kann diesen jederzeit kontaktieren. Mittels seines Smartphones hat er zu jedem Zeitpunkt Einblick über den Status seiner Bewerbung. Die digitale interaktive Bewerbungsmappe steckt also in der Hosen- bzw. in der Handtasche
  • Bewerbungen werden kürzer und übersichtlicher – Aufgrund der Tatsache, dass eine Bewerbung nur noch aus max. 3 kurzen selbstgedrehten Videos à 45 Sekunden plus idealerweise bereits auf einer Plattform befindlichem Lebenslauf besteht, spart dies Zeit. Zeit bei Bewerbern sowie administrativer Aufwand in den Unternehmen
  • Candidate Experience und Employer Branding – Mittels eines konsequenten Prozesses wird zudem die Arbeitgebermarke gestärkt. Diesen Prozess gilt es von der Ansprache, über den Informationsaustausch, die Bewerbung, die Überprüfung des Person-Organization-Fits, des Onboardings und der Bindung des neuen Mitarbeiters konsequent mit digitalen Methoden zu gestalten und anzureichern. Damit wird eine positive Candidate Experience erzielt und so die Arbeitgebermarke gestützt.

Fazit

Mobile Endgeräte und deren Nutzung sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Der Großteil der Menschen besitzt inzwischen ein Smartphone und/oder ein Tablet.

Um den Bewerbungsprozess für Bewerber und Unternehmen zu vereinfachen und eine Bewerbung per mobilem Endgerät zu ermöglichen, setzen Unternehmen verstärkt auf Mobile Recruiting. Die Mitarbeitergewinnung via Smartphone, Tablet & Co. ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch.

Erreichen Recruiter über Active Sourcing die richtigen Kandidaten und bieten diesen die Möglichkeit der mobilen Bewerbung im Rahmen ihrer Mobile Recruiting Strategie, können Bewerbungsprozesse schneller, transparenter und effizienter gestaltet werden.

Quellen:
Centre of Human Resources Information Systems:
https://www.uni-bamberg.de/isdl/transfer/e-recruiting/
Indeed Bewerbungsstudie:
https://www.presseportal.de/pm/110144/3359815
w&v:
https://www.wuv.de/digital/weltweite_smartphone_verbreitung_steigt_2018_auf_66_prozent