ROCK YOUR RECRUITING – VERGESST DIE KLASSISCHE BEWERBUNG – TEIL 1

Täglich entstehen neue digitale Geschäftsmodelle nach dem Motto: Probieren, lernen, verändern und wieder probieren bis der Erfolg da ist. Dieses Vorgehen unterscheidet sich eklatant von dem bislang praktizierten. Produkte wurden über Jahre hin bis zur Perfektion für die Marktreife entwickelt und hatten einen im Vorhinein definierten Lebenszyklus. Erst nach ihrer Markteinführung mussten sie sich dem Urteil und Feedback der Kunden stellen. Dies viel in nicht wenigen Fällen vernichtend aus. Diese neue Arbeitsweise wirkt sich auch auf das Recruiting von Mitarbeitern aus.

Neues Denken und Handeln ist auch im Recruiting angesagt

Doch die Zeiten haben sich deutlich geändert. Nach der Industriellen Revolution, der Industrie 3.0 und 4.0 mit ihren Lieferungen Just-In-Time befinden wir uns mitten in der Digitalen Revolution. Diese hat ihre ganz eigenen Gesetzte und Parameter. Sie zeichnet sich aus durch eine noch nie dagewesene Geschwindigkeit sowie gänzlich andere Strukturen und Prozesse. Dies erfordert ein neues Denken und Handeln in Unternehmen. Eines das auf den Prinzipien der Agilität und Selbstorganisation aufbaut. Das zeigt sich z.B. darin, dass Zwischenergebnisse den Kunden präsentiert bzw. gemeinsam mit diesen an deren Bedarf entwickelt werden.

Fehler sind opportun und Bestandteil der Produktentwicklung. Sie werden zeitnah korrigiert. Das Feedback der Kunden fließt wiederum in die Weiterentwicklung ein. Die IT-Units treiben diese Entwicklung voran. Doch die restlichen Bereiche in den Unternehmen „ticken“ noch analog. Das zeigt sich insbesondere am ersten Kontaktpunkt, der Visitenkarte eines jeden Unternehmens, in der Personalabteilung. Hier wird noch nach den Prinzipien des Wirtschaftswunders gearbeitet. Man wartet gerne auf Bewerbungen mit Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnissen und Bewerbungsfoto. Land auf Land ab prägt dieses Bild nach wie vor den Bewerbungsprozess.

Die Bedeutung des Smartphones im Recruiting

Leider passt diese Vorgehensweise so gar nicht mehr zu dem erforderlichen agilen, auf Selbstorganisationen basiertem Arbeiten in Unternehmen. Zudem haben die Prozesse und Arbeitsweisen im Recruiting wenig mit der Lebenswirklichkeit der so dringend benötigten teckaffinen Mitarbeitern zu tun. Diese bevorzugen ein auf Einfachheit, Schnelligkeit und Transparenz ausgerichtetes Handeln. Das Smartphone spielt dabei eine wichtige Rolle in deren Leben und Arbeiten. Es ist ein „Rund-um-die-Uhr-Begleiter“. Mit dem Smartphone halten sie sich nicht nur informiert, sondern orientieren sich auch auf dem Jobmarkt. Haben Wechselwillige ein interessantes Jobangebot entdeckt, möchten sie ihr Profil am besten gleich dem suchenden Unternehmen zukommen lassen. Doch leider ist das in den seltensten Fällen möglich. Die teckaffinen Mitarbeiter, die so dringend benötigt werden, stehen vor einem Medienbruch. Sie werden an den Desktop gezwungen und man erwartet von ihnen ein Anschreiben mit Foto, einen ausführlichen Lebenslauf und Zeugnisse. Dieser Auswand ist unnötig und schreckt auch viele Interessenten ab!

Doch Im Hintergrund entwickelt sich stetig aber beständig eine neue Form des Bewerbens. Es vollzieht sich mittels der Video-Bewerbung per Smartphone ein Paradigmenwechsel. Die Video-Bewerbung ist das Herz des Recruiting im Rahmen der digitalen Revolution. Sie ermöglicht das Bewerben zu jeder Zeit und von jedem Ort. Mittels kurzer Videos zu den wesentlichen Kompetenzen und der Motivation des Interessenten hängt der Bewerber seine notwendigen Dokumente mit an oder hinterlegt diese in der App. Die Bewerbung landet direkt per Mail beim Ansprechpartner im suchenden Unternehmen.

In Teil 2 unseres Blogs erfahren Sie, wie sich Ausschreibung einer vakanten Position, Einladung, Auswahlwahlprozess und das On-Boarding verändern werden.