ARBEITSWELT IM WANDEL (Teil 1) – SELBSTORGANISATION UND EIGENVERANTWORTUNG IM FOKUS

Die Digitalisierung bringt zwangsweise auch einen Wandel der Arbeitswelt mit sich. Die Selbstorganisation und das eigenverantwortliche Handeln von Mitarbeitern stehen dabei besonders im Fokus. Um den Mitarbeitern dies zu ermöglichen, müssen die HR Abteilung und die Führungskräfte mit gutem Beispiel vorangehen. Freiraum, die passende Infrastruktur, angepasste Verfahren und Systeme, sind essentielle Grundpfeiler in der neuen Arbeitswelt, um dies zu gewährleisten. Dabei beginnt der eigentliche Wandel bereits bei der Recruiting neuer Mitarbeiter selbst.

HR-Abteilungen – Treiber des Wandels in der Arbeitswelt

Der digitale Wandel in der Arbeitswelt lässt sich nur dann erfolgreich vollziehen, wenn schon im Recruiting und der HR-Abteilung selbst der erste Schritt in die neue Arbeitswelt, die andere Art des Arbeitens, erfolgt. Zunächst gilt es zeitgemäße Prozesse und Bewerbungsverfahren im Human Ressource Management zu etablieren. Diese Prozesse müssen die neuen Anforderungen an flexibles, transparentes und hoch effektives Handeln gewährleisten. Bewerber erwarten, dass Sie wie Geschäftspartner auf Augenhöhe behandelt werden. Dazu gehört, ihnen zeitnah und auf direktem Weg persönliches Feedback zu ihrer Bewerbung und damit zu ihrem Interesse an der Mitarbeit im Unternehmen zu geben. Behandeln Sie Ihre potenziellen Mitarbeiter nicht länger als Bittsteller. Kommunizieren Sie auch Absagen aktiv und konstruktiv innerhalb von max. 7-10 Tagen. Andernfalls passiert es schnell, dass Bewerber ihre negativen Erfahrungen und enttäuschten Erwartungen in Portalen wie Kununu kommunizieren. Das wirkt sich wiederum negativ auf Ihr Employer Branding oder gar auf die gesamte Unternehmensmarke aus. Dies ist fatal, denn Ihre aktuellen und zukünftigen Mitarbeiter sind ein wichtiger Pfeiler der Digitalisierung

Infrastruktur & Betriebssysteme als essentielle Grundpfeiler der Arbeitswelt

Nicht nur die Prozesse im Recruiting, die essentiell sind um wissbegierige neue Mitarbeiter zu finden, sind von Bedeutung. Auch interne Systeme und Vorgehensweisen sowie grundlegende Regeln und Werte sind wichtige Eckpfeiler im Rahmen des neuen stärkenbasierten Arbeitens in Netzwerken. Nur mit der passenden Infrastruktur und den hierfür notwendigen Rahmenbedingungen ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitern die Selbstorganisation und eigenverantwortliches Handeln. Die passende Softwareausstattung ermöglicht es Mitarbeitern, sich zu organisieren, sich weiterzubilden und abteilungsübergreifende Teamarbeit zu leisten. Der digitale Wandel bringt dazu mehr und mehr Tools auf den Markt. Internetbasierte Anwendungen und Softwareprogramme zur Teamorganisation, für das Projektmanagement und zur Weiterbildung sind ideale Hilfen für Arbeitnehmer. Die HR-Abteilung muss die Initiative zur Etablierung solcher neuen Systeme bilden und auch bei der Etablierung eines digitalen Mindsets mutig mit positivem Beispiel vorangehen. Es gilt Freiräume für neue Regeln, Rituale und Modalitäten des miteinander Arbeitens zu schaffen. Personaler müssen dafür Sorge tragen, dass den Mitarbeitern alle notwendigen Informationen zur Erfüllung ihrer neuen Aufgaben zur Verfügung stehen. Es geht darum, Mitarbeiter zu begeistern, aber dabei nicht einzuschränken. Nur so lässt sich die Digitalisierung vorantreiben und das vollständige Potenzial der Mitarbeiter erschließen.

Fazit

Damit Sie als Unternehmen den Wandel nicht verpassen, ist es bereits beim Recruiting wichtig neue Wege zu gehen. Der Bereich People Management muss daher die Initiative ergreifen, wenn es darum geht neue Prozesse, Systeme und Arbeitsweisen in Verbindung mit Organisation und Management zu etablieren, damit die digitalen Geschäftsmodelle erfolgreich sind. Nur mit der passenden Unternehmenskultur, Infrastruktur und Belegschaft gelingt der digitale Wandel . Und nur dann gelingt die Änderung der Arbeitsprozesse hin zu mehr Selbstorganisation und Eigenverantwortung der Mitarbeiter. Doch auch der Mitarbeiter selbst spielt hierbei eine tragende Rolle . Er muss zunehmend aktiver Mitgestalter und Selbstentscheider sein, um das eigene Unternehmen nicht auszubremsen. Mehr zur Rolle des Arbeitnehmers als aktiver Gestalter im Wandel, erfahren Sie in unserem zweiten Teil dieser Serie.