SOFT SKILLS ALS EINSTELLUNGSKRITERIUM IN DER DIGITALEN ARBEITSWELT

Durch die digitale Transformation und immer dynamischerer Märkte, werden Soft Skills in der digitalen Arbeitswelt zunehmend wichtiger. Der direkte persönliche Kontakt findet nur noch selten statt, dadurch gewinnen Faktoren wie Empathie und Einfühlungsvermögen an Bedeutung. Auch Personalverantwortliche haben dies erkannt, und messen der sozialen Kompetenz bei der Mitarbeitersuche eine immer größere Bedeutung zu. Nach einer Studie der ESCP Europe, bei der 300 Personaler befragt wurden, haben Soft Skills für 48 Prozent der Personaler eine sehr wichtige Stellung bei der Auswahl neuer Mitarbeiter. In den letzten Jahren hat sich die Bedeutung der sozialen Kompetenzen also stark erhöht. (Quelle: Haufe)  

Was sind Soft Skills und wie lassen sich diese ermitteln?

  Hinter dem Wort Soft Skills verbergen sich sogenannte positive Schlüsselkompetenzen. Dazu gehören beispielsweise Teamfähigkeit, Motivation und Kommunikationsstärke. Sie werden als Soft oder auch Social Skills bezeichnet, da sie sich nicht mit Zertifikaten oder Abschlüssen belegen lassen. Das macht es äußerst schwierig, diese zu ermitteln, vor allem auf klassischen Bewerbungswegen. Doch nur die Persönlichkeit, Charakter und Verhaltensweise zeigen, wie es um die Sozialkompetenz eines Kandidaten wirklich steht. Um diese abzufragen, galt es, die Bewerber zu Assessment Centern und langwierigen Gesprächen und Tests in das eigene Unternehmen einzuladen. Das ist nicht nur zeit-, sondern auch kostenaufwendig. Oft lassen sich die sozialen Kompetenzen dennoch erst richtig einschätzen, wenn der neue Mitarbeiter bereits im Unternehmen arbeitet, wodurch es häufig zu Fehlbesetzungen kommt. Mit Hilfe von modernen, digitalen Recruiting-Maßnahmen, wie beispielsweise Video-Bewerbungen, können Personalverantwortliche die Soft Skills eines Kandidaten bereits vor der Einstellung sehr gut einschätzen. Bewerber durchlaufen hierbei ein strukturiertes Interview, bei dem allen Kandidaten die gleichen Fragen gestellt werden und gleiche Bedingungen zur Beantwortung dieser sichergestellt werden. Anhand der Antworten lassen sich Teamfähigkeit, Kommunikationskompetenz, Kreativität und Nutzenorientierung ermitteln und gleichzeitig vergleichen.  

Soft Skills zunehmend wichtiger

  Immer mehr Unternehmen arbeiten heute mit digitalen Projektteams. Längst sind diese nicht mehr nur der IT-Branche vorbehalten. Durch die sich immer dynamischer entwickelnden Märkte, immer häufigeren Innovationen und zunehmende Internationalisierung auch von KMUs, setzten immer mehr Personalverantwortliche auf Mitarbeiter mit ausgezeichneten Soft Skills. Ein wichtiger Indikator für eine reibungslose virtuelle Kommunikation und Zusammenarbeit, um Missverständnisse und Missstimmungen im Team erst gar nicht entstehen zu lassen und das Projekt im Fluss zu halten. Denn Mitarbeiter arbeiten immer öfter über Städte, Länder und sogar Kontinente hinweg zusammen. Kommuniziert wird dabei vor allem via E-Mail, Telefon, Video- und Collaboration Tools, persönlich sehen sich die Teammitglieder kaum. Jeder Mitarbeiter hat dabei eine andere Persönlichkeit und seine Eigenheiten, mit denen „das Team“ täglich zurechtkommen muss. Wenn sich die Kollegen dann noch nicht einmal persönlich kennen, stellt dies eine große Hürde da. Denn das Gegenüber lässt sich über digitale Kanäle noch schwieriger einschätzen. Gerade in Konfliktsituationen und stressigen Projektphasen kann dies zum Problem werden. Um unter diesen Umständen dennoch erfolgreich zusammen zu arbeiten, sind Soft Skills ein „Must-Have“ in der modernen Arbeitswelt.  

Fazit

  Unsere moderne Berufswelt entwickelt sich enorm schnell weiter. Die Halbwertszeit von Fachwissen sinkt zunehmend und eine Innovation folgt der Nächsten. Deshalb sind Soft Skills eine wesentliche Konstante, die in der digitalen Zeit bedeutend ist. Mitarbeiter müssen nicht nur im Team arbeiten können, sie müssen gleichzeitig auch zunehmend flexibler sein, ein Talent zur Zusammenarbeit mit anderen haben und gleichzeitig konfliktfähig sein. Belastbarkeit, Innovationsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, Organisationstalent, Selbstmotivation und der Blick auf das „Große Ganze“ – all diese Fähigkeiten sind wichtig, damit sich Mitarbeiter diesem Wandel auch anpassen und in der digitalen Arbeitswelt bestehen können.