TIME TO HIRE VERKÜRZEN

Die Welt der Dienstleistungen wird durch die Digitalisierung immer schneller. Doch bei der Jobsuche dauert es häufig noch immer mehrere Wochen bis zur ersten Rückmeldung durch den potentiellen neuen Arbeitgeber. Viel Zeit, die durch den langen Prozess, der Time to Hire, verloren geht. Das trifft sowohl das Unternehmen als auch den Bewerber. Auf der anderen Seite erfordert alleine die Erstellung des seit Jahrzehnten erforderlichen und unabdingbaren Anschreibens für einen neuen Job viel Zeit. Das bereitet wenig Spass und Freude; wird zudem zumeist von einem Ghostwriter übernommen. Damit hat es wenig Aussagekraft und das Anschreiben wird von Recruitern auch nur „überflogen“. Ergo, „quälen“ sich die Bewerber mit etwas, was bei Recruitern kaum Beachtung findet. Dabei wird aktuell das mobile Recruiting immer wichtiger. Immer mehr suchen ihren neuen Job via Smartphone. Die Digitalisierung verändert das Bewerberverhalten grundlegend.

Lange Time to Hire – schlechte Candidate Experience

Noch länger als die Bewerbung an sich dauert es häufig, bis Bewerber von Unternehmen eine erste Rückmeldung erhalten. Bewerber sind jedoch von der sogenannten Instant Gratification verwöhnt. Egal ob beim Online Kauf von Lebensmitteln, Kleidung, Büchern oder ähnlichem – sofort nach dem Klick erhalten wir unsere Ware oder haben diese wenige Tage oder gar wenige Stunden später vor der Tür. Dies erwarten Bewerber zunehmend auch vom Bewerbungsprozess. Für viele ist es unverständlich, warum sie teilweise sechs Wochen und länger warten müssen, bis die erste Rückmeldung des Unternehmens kommt. Was in der Zwischenzeit passiert, ist für potenzielle neue Mitarbeiter eine Black-Box. Wer seine Bewerbung abschickt, erwartet heutzutage zeitnahe, persönliche und individuelle Rückmeldung. Solch lange Wartezeiten frustrieren Jobsuchende. Unternehmen, bei denen die Time to Hire, also die Zeit von der Ausschreibung der Stelle bis zur Besetzung, zu langwierig ist, verlieren im Kampf um die besten Talents. Unzureichendes Feedback wirkt sich auf die gesamte Candidate Experience negativ aus. Bewerber sind genervt, entscheiden sich für andere Unternehmen und lassen ihren Frust häufig noch auf Bewertungsplattformen wie kununu raus. Das wiederum kann sich auf die gesamte Arbeitgebermarke negativ auswirken und zukünftige Bewerber abschrecken.

Schnelleres Recruiting – Reduzieren Sie Ihre Time to Hire

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist es wichtig, dem Jobsuchenden die unmittelbare Möglichkeit zu geben, sich zu bewerben. Hat er die Stellenbeschreibung auf seinem Smartphone entdeckt, so sollte er auch die Möglichkeit haben, sich mobil zu bewerben. Eigentlich eine logische Konsequenz. Eine immer beliebtere Möglichkeit ist beispielsweise die Video-Bewerbung. Hier kann der Bewerber sich besonders authentisch präsentieren. Recruiter bekommen zudem einen noch besseren Einblick in die Persönlichkeit und die Fähigkeiten des Bewerbers. Sie können zudem auch unmittelbar nacheinander die verschiedenen Videos begutachten. Doch nicht nur die Möglichkeit der Bewerbung selbst muss zeitgemäßer werden. Auch der gesamte Prozess, der dahinter steht, braucht eine Überholung. Die Rückmeldeprozesse müssen dahingehend optimiert werden, dass die Antwortzeit drastisch kürzer wird. Wer seine Prozesse richtig optimiert kann die Wartezeit auf bis zu 10 Tage verkürzen, statt Bewerber rund sechs Wochen zappeln zu lassen. Wenn Sie Ihre Time to Hire verkürzen, sorgen Sie für ein positives Bild der eigenen Arbeitgebermarke, verbessern die Candidate Experience und sparen noch dazu Kosten für umständliche und langwierige Bewerbungsschritte. Zudem können sich langfristig unbesetzte Stellen negativ auf den gesamten Unternehmenserfolg auswirken. Wer schnell die besten Talente gewinnt, kann diesem negativen Verlauf effektiv entgegenwirken. Es gilt, Bewerber wie die eigenen Kunden zu behandeln und langfristig zu binden.

Fazit

Nur Unternehmen und Recruiter, die es schaffen, ein durchgehend mobil optimiertes Bewerbungsverfahren zu etablieren, können langfristig Bewerber halten. Eine verkürzte Time to Hire stärkt die eigene Arbeitgebermarke und die Unternehmensperformance. Sie wirkt sich positiv auf die Candidate Experience aus und sorgt für einen Wettbewerbsvorteil bei der Suche nach neuen Talenten. Das gilt vor allem für Bereiche, in denen viele junge Bewerber angesprochen werden. Aber auch für Unternehmen, für die Bewerber Mangelware sind. Es gilt, den Bewerbungsprozess so nutzerfreundlich wie möglich zu gestalten, um langfristig bestehen und als Arbeitgebermarke attraktiv sein zu können. Neue, zeitgemäße Formen, wie beispielsweise die Video-Bewerbung, sind ein konsequenter Schritt, um langfristig erfolgreich zu sein.